... jemand Plan von Heizungen?

    • ... jemand Plan von Heizungen?

      Moin Kinnaz,

      wie die Überschrift schon impliziert, suche ich jemanden, der Plan von (Öl-) Heizungen hat, im Besonderen von der physikalischen Seite. Damit meine ich Zusammenhänge zwischen Vor- und Rücklauf- Temperaturen, Trägheiten, ... Solche Sachen.

      Wäre super, wenn mir das mal jemand näher bringen kann...

      Hintergrund: Ich habe den Prototypen meiner Heizungssteuerung fertig und in Betrieb genommen. Das Teil besteht aus einem RaspBerryPI 2b (Debian Jessie lite Server, Perl, FHEM) huckepack auf einer Platine, welche insg. 5 Relais zur Ansteuerung von Brenner und Pumpen enthält (Brenner, HZ Umwälz, WW-Lade, WW-Zyrkulation, (frei)) und drei 230 Eingänge für Erkennung "Störung, Brenner Flamme, (frei)". Ebenfalls sind insg. neun 1wire- Temperatursensoren per 1wire2I²C Busmaster angeschlossen (Heizung Kessel, Vorlauf, Rücklauf, Warmwasser Kessel, Kesselkopf, Vorlauf, Rücklauf Ladekreis, Zirkulation Vorlauf & Rücklauf). Gesteuert wird das Ganze autark aus FHEM heraus, welches aber von der FHEM Hauptinstanz (auf XEON) per Netzwerk weitere Daten erhält (Außentemperatur, Luftfeuchte, Wettervorhersage, Wochenende, Feiertage, Ferientage, ...)
      Grundsätzlich ist das gegenseitige Verknüpfen nicht so das Problem. Was mir aber fehlt sind Grundlagen speziell zu den o.g. Zusammenhängen der ganzen Kreisläufe...

      Hier mal z.B. ein Rätsel... Ich habe heute Morgen den Brenner manuell abgeschaltet. Anschließend ist erwartungsgemäß die Kesseltemp in den Keller gegangen. Aber warum zum Henker geht dann die Rücklauftemp hoch?

      capture_001_16102016_114913.png rt = Kessel, vl = Vorlauf, bl = Rücklauf (die oberen Rechtecke sind Schaltzustände)
      --- Micha
    • Ich vermute mal, dass die Heizkörper schneller auskühlen, als der Kessel. Kälteres Wasser wiegt mehr, rücklaufendes Wasser vom Kessel, weil das Vorlaufwasser in den Kessel sinkt. und damit das wärmere Rücklaufwasser wieder hochholt. Umgedrehter Kreislauf quasi. Wäre immerhin ein Denkansatz.

      Daher haben wir eine s.g. Schwerkraftbremse, damit bei kalter Außentemperatur kein Kühlmittel von den Solarpanels den Kessel kühlt, aber wie das funktioniert, weiß ich nicht.
      Achim
    • ... ja, Schwerkraftbremse ist klar. Ist nix anderes als ein ganz leicht zu öffnendes Rückschlagventil ohne Feder; nur durch sein Eigengewicht aufliegend. Daher dürfen die auch nur senkrecht (meist direkt auf den sekundären Umwälzpumpen- Anschluss) montiert werden.

      Mir ging es eher um was anderes. Ich habe so meine Probleme damit, den Zusammenhang zwischen Vorlauf- und Rücklauf- Temp im Zusammenhang mit der Kesseltemp. und dem Staudruck zu erfassen. Wenn alle Thermostatventile zu sein, habe ich den maximalen Staudruck, wenn alle offen, den Minimalen. Wie verhält sich in Hinsicht auf die Wärmeabgabe <-> Staudruck dann [Kesseltemp <-> (Vorlauf <-> Rücklauf)]? Da muss es irgendwie einen mathematischen Zusammenhang geben ^^

      EDIT:
      Ich meine z.B. so etwas. Das die Kesseltemperatur "überschwingt" ist klar. Dem wird bereits Rechnung getragen durch Einbinden einer Variablen, welche vom eingestellten Sollwert beim Vergleich abgezogen wird. Sollwert ist hier 68°C, wobei der Brenner 4,5°C vorher abgeschaltet wird. Zumindest ist das der Wert, den ich experimentell ermitteln konnte. Dennoch ist die Kesseltemperatur hier deutlich über die 68°C geschossen, obwohl der Brenner aus war.
      Auch hier muss es irgend einen Zusammenhang zwischen Starttemperatur, Brenndauer und Überschwingen geben,,,

      capture_001_18102016_094355.png
      --- Micha