Troubleshooting Röhrenverstärker

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    • Nuja, Linearität ist doch aber nix, was man vom Röhrenkocher erwartet, oder? Ansonsten reichen mir die 2x9W fürs Büro völlig aus, ich drehe maximal ein Viertel auf, bis es für mich laut genug und für Silke zu laut ist.

      Das einzige, was ich noch nicht so recht verstehe, warum mein SubAmp mit dem käuflichen Teil astreinen Bass liefert, bei meinem Kocher jedoch nicht?! Eingang Sub ist niederohmiger Ausgang Amp, das funktioniert sogar beim Solid-State, nur bei der Röhre nicht. Ich habe bereits Widerlinge parallel probiert, weil die LS 8 Ohm haben sollen, aber bislang hat das nix geholfen. Die meiste Leistung soll die Röhre bei 4 Ohm abgeben.

      Ich bastle derweil mal weiter an einem neuen Design fürs Wärmemanagement, mir schwebt eine doppelwandige Weißblech-Isolierung vor, die hinterlüftet die Hitze der Röhren vom restlichen Innenleben fernhalten soll. Ein winziger Motor soll derweil für zumindest rudimentäre Luftbewegung sorgen, ohne allzusehr Geräusch zu produzieren. Vielleicht klappt's ja.
    • ... doch, sollte man. Man muss das Ganze von der anderen Seite sehen. Im Normalfall sind halt die Bässe hinten an und die Leistung fällt zu tiefen Frequenzen stark ab. Bei einem linearisierten AMP fällt das nicht so stark auf...

      Aber egal wie. Um deine Fehler und Unschönheiten finden zu können, kommst du nicht umhin, einen fixen Sinus drauf zu geben und mit dem Scope Stufe für Stufe abzuklappern, wo denn die Sache beschnitten wird. So was geht natürlich am besten mit einem Wobbler und einem min. 2CH Scope mit ext. Sync. von der Wobbler- Rampe...

      Hast du denn inzwischen ein Schaltbild?!?
      --- Micha
    • Tja, nicht so richtig. In einer Hifi-Zeitschrift wurde der Amp vorgestellt und die abgebildete Prinzipschaltung war handgemalt, so ala Bierdeckel... Aber halt nur von der Verstärkerschaltung her, keine Erwähnung findet das Netzteil. Das hatte ich ja zuerst im Verdacht, aber offenbar tut es was es soll.

      Jedoch deine Ausführungen bezüglich Linearität haben mich auf einen Gedanken gebracht. Klar: wenn die Kurve nach unten hin abfälllt, dass ich dann nicht so viel habe, was verstärkt werden könnte. Ich gucke mir nachher mal den Frequenzverlauf an, der ist in dem Artikel abgebildet, vielleicht klärt sich das Mysterium damit auf.
      Achim
    • Zumindest der Frequenzverlauf gibt keinen Anlass für Sorge, siehe Bild. Ab 40Hz sollte volle Pulle Bass rauskommen. Nun bin ich ratlos.

      Ich habe gerade mal ein paar kleine Lötarbeiten vorgenommen und werde den Amp mal über die nächsten Tage wieder in die Kette integrieren. Mal sehen, ob es jetzt funzt. Über Weihnachten habe ich ja Zeit für so'n Scheiß :)
      Achim
      patty.JPG
    • Irgendwie verschwinden hier die Antworten. Ich habe zeitnah geantwortet mit: Das Netzwerk zwischen Eingang und Gitter besteht aus genau einem Kondensator.

      Über die Feiertage und danach hatte ich zum Glück reichlich Gelegenheit zum Basteln, inzwischen funktioniert das meiste ohne große Beanstandungen. Der Brumm ist geblieben, obwohl ich einiges ein paar Mal umgelötet habe. Beispielsweise habe ich mal probiert, statt am Eingang am Ausgang des Sub-Amp den Tiefpass zu installieren. Ohne Erfolg, der Eingang ist einfach besser geeignet.

      Aber den Brumm habe ich so noch immer nicht ganz wegbekommen, auch wenn es inzwischen nicht mehr so stört. Das kriegen wir igendwie auch noch hin.

      Gemessen habe ich am Ausgang des AÜ natürlich mit Impedanz bzw. ohmschem Widerstand (den habe ich präventiv nun dauerhaft installiert). Die o.g. Dämpfung habe ich jeweils mit Impedanz gemessen, bis herab zu 16 2/3 Hz, ohne Befund. Daran liegt es jedenfalls nicht, der Verstärker bringt diese niedrige Frequenz offenbar ohne zu murren.

      Falls wer meckern will (sind ja nicht mehr viele hier): ich habe eine Aufnahme einer Orgel hier, die bis auf diese niedrige Frequenz geht, auf einer Stakkato-CD mit der Orgel von Hans Georg Pflügler, deren niedrigste Frequenz bei ~16 Hz liegt.
      Achim
    • afri schrieb:

      Irgendwie verschwinden hier die Antworten. Ich habe zeitnah geantwortet mit:
      ... na, det glob ike ma nischt! vermutlich hast du auf Vorschau geklickt und dann geschlossen; habe ich auch schon hinbekommen. Nach Klick von Absenden und ohne Fehlermeldung steht's in der MySQL und verschwindet nicht ;)

      Ok, also eine Eingangsbeschaltung sieht im Normalfall so aus: Eingang > R gegen Masse (10k z.B.) > (R)C an Gitter, vom Gitter R an Masse (1M z.B.), Kathode via R an Masse (180R z.B.), gebrückt mit Elko. Die Werte können natürlich anders sein und lassen sich an Hand der Röhrendaten, der gewünschten Verstärkung und der gewünschten Bandbreite berechnen, aber so in etwa... Anbei mal eine typische Eingangsstufe...

      Ansonsten .... Zentraler Massepunkt? Darauf bist du noch nicht eingegangen.

      EDIT:
      Dazu gibt es auch im HiFi- Forum nette Freds zu lesen, exemplarisch mal zwei davon:

      hifi-forum.de/viewthread-71-11055.html

      hifi-forum.de/viewthread-111-5107-6.html
      Dateien
      • vorstufe.jpg

        (28,4 kB, 3 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      --- Micha
    • So, mal weiter im Thema, wir diskutieren hier ja nicht die Eingangstufe des Röhrenkochers, die ist (trotz nur eines Kondensators) bestens in Ordnung. Hier geht's um das, was aus der Röhre herauskommt und das brummt. Inzwischen habe ich die allermeisten Probleme ausgeräumt, auch wenn täglich noch was neues hinzukommt, aber man bastelt ja gern.

      Der Brumm ist jedoch geblieben, insbesondere bei Phono stört er schon ein wenig. Hier probiere ich noch mal ein bisschen herum, das muss in den Griff zu bekommen sein.

      Versuchshalber habe ich den Tiefpass des Subamp mal an den Aus-, statt an den Eingang gelegt, das hat gar nicht gut geklungen. Habe ich sogleich wieder rückgängig gemacht, so klingen zumindest die tiefen Töne wieder tief, aber der Brumm ist leider auch relativ tief. Klar, weil die 50Hz natürlich wunderbar verstärkt werden.

      Gemeinsame Masse von Röhrenamp und Subamp, das wäre vielleicht noch zu probieren. Im Röhrengerät habe ich eine gemeinsame Masse, die auch in dem Schirmungen der Eingangskabeln bis hinein in die Röhrenplatine wirkt.
    • ... nun ja ... Der Brumm muss ja von irgendwo her kommen. Und da die Endstufe i.d.R. so wenig verstärkt, das ein Brumm sich nicht/kaum bemerkbar machen würde, kommt der Brumm schon von der Vorstufe (ist fast immer so). Also muss da umzu das Problem liegen...

      afri schrieb:

      Im Röhrengerät habe ich eine gemeinsame Masse, die auch in dem Schirmungen der Eingangskabeln bis hinein in die Röhrenplatine wirkt.
      Frage: Schirmung zu den Cinch an der AMP- Masse und an der Cinch- Masse angeschlossen? Wenn ja, sind die Cinch massetechnisch vom Gehäuse isoliert? Jetzt wird es interessant ;)
      Zu doof, das ich nicht mehr mal eben rum kommen kann. Schaff dir mal ne ordentliche WebCAM an... (Logitech HD-Pro C920 z.B.)
      --- Micha
    • Die Masse der Röhrenplatine ist mit den Cinch-Massen verbunden, ja. Aber das Gehäuse ist nicht aus Metall, es besteht aus Kunststoff und Spanplatte. Die Cinch-Buchsen sind in die Rückwand aus PA eingeschraubt.

      Was schon ein wenig geholfen hat, ist den Sub-Amp ein bisschen weiter weg zu stellen, aber es ist noch immer Brumm da. Es brummt ausschließlich, wenn der Röhrenamp eingeschaltet ist, bei offenen Eingängen sagt der Subamp keinen Mucks, selbst bei Vollaussteuerung.

      Irgendwie wird also bereits im Röhrenamp der Brumm induziert und der wird dann durch den Subamp nochmals verstärkt wiedergegeben. Gut, die drei (!) Ringkerntrafos vom Röhrenamp für die Spannungsversorgung liegen direkt neben den Eingangsbuchsen, das war aber nicht groß anders machbar. Vielleicht ist das die Ursache, ober haben die kein so großes Streufeld? Die AÜ liegen am entferntesten Ende im Gehäuse, da mag ich nicht an Einstreuungen glauben.

      Das Gerät selbst macht relativ viel akustischen Brumm, also die Trafos jetzt. Beim Einschalten fällt das schon auf. Aber das dürften dann ja eher mechanische Schwingungen sein, die stören mich auch nicht so sehr, es ist eher der Brumm aus Richtung Subwoofer.
      Achim
    • ... Ringkerne streuen schon weniger als E's, aber sie streuen dennoch und gehören daher nicht in die Nähe des Einganges. Oft werden die Trafos auch in ein extra Gehäuse (unter den Amp) gepackt, um eben so etwas möglichst zu vermeiden. Könnte also schon gut sein, das die dein Signal verseuchen.
      Kannst du nicht testweise mal ein Eisenblech entsprechender Größe zwischen Trafos und Eingang schieben zum Testen, ob die Einstrahlung daher kommt? Nötigenfalls mal die Trafos ausbauen und provisorisch deutlich entfernt vom Amp anschließen...
      --- Micha
    • Werde ich mal probieren, wenn denn mein Vorvorverstärker mal wieder hier ist. Ich hatte einen eingebaut, für Platte, der setzte jedoch sporadisch aus und so wurde er soeben von mir in die Rückpost verfrachtet. Ersatzgerät ist hoffentlich bald auf dem Weg. So richtig störend war der Brumm nämlich nur bei Phono, bei den anderen Eingängen hielt sich das in erträglichen Grenzen.
      Achim
    • .... hmmm RIAA davor ... MM oder MC? Ist auch egal... Die Dinger greifen sich alles an Brumm, was greifbar ist, vor allem dann, wenn die Masseführung nicht ganz astrein ist. In dem Zusammenhang macht es übrigens Sinn, solche Teile möglichst direkt in den Plattendreher einzubauen oder zumindest so dicht wie möglich am Dreher zu schalten...

      ... ich warte dann mal auf die Meldung ;)
      --- Micha
    • So, ich habe die gesamte Eingangswahlstufe mit neuen Relais' aufgebaut und der neue Phono-Pre ist auch da. Jetzt hört sich das schon ganz ordentlich an, nur noch ein paar Kleinigkeiten, dann müsste das jetzt langsam laufen.

      Den neuen Pre habe ich weit weg von den Netztrafos eingebaut, vielleicht war das schon die ganze Herrlichkeit. Direkt in den Dual ist doof, weil ich da vermutlich keine 12V AC für Strom habe.
      Achim
    • ... na siehst du... Geht doch ;)

      12VAC für Pre??? Also die RIAA's verbrauchen i.d.R. nur 1mA oder weniger. Da reicht also ein Minitrafo (2x2x2cm) zur Versorgung aus und auch eine Batterie würde sicherlich ein Jahr durchhalten; zumindest hält die in meinem RIAA so lange. Batterien hätten noch den Vorteil, das die nun mal nicht brummen und höchstens mal rauschen, was man mit Filterstrecke in der Batterieleitung auch noch gut weg bekommt ...
      --- Micha
    • Ja, 12V AC sind korrekt. Das Dingen hört sich gar nicht mal schlecht an, auch wenn es mit einer Batterie sicherlich gar nicht mehr brummte, aber mit dem momentanen Brumm bin ich ganz zufrieden.

      Das Teil mit Gleichstromversorgung hörte sich vergleichsweise gruselig an, außerdem hat es hin und wieder den Betrieb für eine Sekunde eingestellt, was auch der Grund für die Rekla war. Klar kann ich einmal im Jahr Batterie tauschen, aber wenn es auch so geht...
      Achim
    • ... btw ...
      Hast du mal versucht, eine DI zwischen Zuspieler und AMP zu schalten? Ich hatte gerade so ein Problem...
      Einer meiner RaspBerrys nimmt Audiostreams (Webradio oder vom lokalen Server) entgegen und gib das per USB- Soundkarte aus (den internen Anschluss kann man qualitativ direkt vergessen... Nur so am Rande, falls wer auf die Idee kommt).
      Das Signal geht hier einmal in den Line-IN einer Aureon-USB, angeschlossen an meinem AIO, und weiter auf die aktive 5.1. Zugleich verteilt sich das Signal aber vom PI auch auf den MW und den UKW- Sender. Geht so aber nicht, da gerade die Sender auch die noch so kleinste Brummschleife aus dem Keller holen. Und eine Brummschleife entsteht hier dann gleich in mehrerlei Hinsicht:
      Netz > PI > Monitor > Netz
      Netz > PI > SoundOUT (GND) > SoundIN > AIO > Netz
      Netz > PI > SoundOut > TX1 > Netz
      Netz > PI > SoundOut > TX2 > Netz
      Netz > TX(x) > Antenne
      Und das Ganze natürlich in alle Richtungen an verschiedenen, zwingend notwendigen Massepunkten. Abhilfe hat hier nur die Trennung der Massepotentiale im NF- Weg gebracht. Zwischenzeitlich mit einem eBay- Produkt versucht, nun endgültig mit NF- Übertragern von Monacor LTR-110 gelöst (die sind ihr Geld wert). Die gibt es m.E. bei Thomann am günstigsten. Die haben zudem den Vorteil, bei Bedarf eine Impedanzanpassung von 1:1 bis 4:1 zu realisieren so wie Wandlung UnUn, BalUn, BalBal
      --- Micha