Vorstellung- und Erfahrung zu "DDS AM LW/MW/SW TRANSMITTER MODULATOR 100KHz-30MHz AUTO LPF/BPF" und PA dazu

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    • Vorstellung- und Erfahrung zu "DDS AM LW/MW/SW TRANSMITTER MODULATOR 100KHz-30MHz AUTO LPF/BPF" und PA dazu

      Liebe Leser (wenn noch wer liest...),

      bisher hatte ich zum "Anfunken" meiner Radios auf LW und MW einen PLL- Sender genutzt, welcher u.a. als Bausatz bei eBay (Kleinanzeigen) von einem Niederländer angeboten wird. Der funktioniert eigentlich ganz zufriedenstellend, hat aber einige Mankos, wie z.B. die Frequenzeinstellung per DIP- Schalter nach Tabelle und eine zu geringe Ausgangsleistung.

      Durch Zufall bin ich auf eine Anzeige bei eBay gestoßen, welche Abhilfe versprach. Zudem gibt es passend dazu eine 20W- Endstufe, die sich natürlich auch für alle anderen Senderlein nutzen lässt. Hinzu kommt das Versprechen des VK, ggf. notwendige Reparaturen lebenslang kostenfrei zu übernehmen! Das ist immerhin ein Argument, welches die Überzeugung des VK bezgl. der Qualität der Geräte wiederspiegelt.
      Lange Rede, kurzer Sinn... Nach einem kurzen Mailwechsel und Erhalt der DDS- Schaltbilder hatte ich mich entschlossen, das komplette System zu erwerben.

      Die Lieferung aus Griechenland erfolgte sehr zeitnah und auch meinem Wunsch, die Stiftleisten für das Display nicht aufzulöten wurde entsprochen (das hängt nunmehr per Flachband dran, was eine flexiblere Gehäusegestaltung ermöglicht). Auch die erste Inbetriebnahme an einer abgestimmten Loop- Antenne erfreute mich mit guter Reichweite bereits ohne Endstufe. Wo vorher mal gerade 1-3m zu überbrücken waren, ist mit dem Gerät auch ohne Endstufe bereits fast das Ganze Erdgeschoss abzudecken. Auch die Bedienung mit einem einzigen Dreh/Druckknopf (Drehencoder mit Taster) ist praxisgerecht und intuitiv gelöst.
      Aber kein Licht ohne Schatten... Aus meiner Sicht sind hier einige Dinge nicht ganz zu Ende gedacht... Erste Auffälligkeit ist, das die beiden Trimmer für Ausgangsleistung und Kontrast genau falsch herum reagieren, also gegen den Uhrzeigersinn = mehr Leistung... Zudem wurde nicht daran gedacht, da der Anwender das Teil vielleicht nebst Poti zum Regeln der Ausgangsleistung in ein Gehäuse bauen möchte. Dazu müsste man nunmehr den Trimmer ausbauen und entsprechende Leitungen anlöten... Es wäre schön gewesen, wenn dazu die entsprechenden Lötaugen entsprechend groß ausgelegt worden wären, um auch den mechanischen Belastungen einer ext. Verkabelung auf Dauer standhalten zu können. Selbige betrifft aus meiner Sicht auch die Lötaugen für das Display und die Ausgänge für die Relais (Bandumschaltung). Dort ist ein üblicher Stiftsockel nicht rein zu bringen und zum Aufbohren ist von Seiten der Lötaugen zu wenig Fleisch vorhanden.
      Abschließend wäre dazu noch die Frage anzumerken, warum die Platine so groß sein muss? Das Layout ist nur einseitig ausgeführt und bis auf DDS und zwei KerKos in klassischer Bestückung produziert. Mit ein bisschen mehr SMD und DualLayer würde man die Platine problemlos auf die Größe des Displays bekommen und könnte beides zusammen als Sandwitch montieren...

      Aus meiner Sicht gibt es auch allgemein ein paar Dinge, die sich in zukünftigen Versionen gut machen würden. Ich könnte gerne auf den Ausgangstreiber für die Bandumschaltung verzichten und hätte dafür gerne einen I²C und/oder 1wire- Ausgang, um Treiber und Umschaltung auf einer eigenen Platine ggf. direkt an der Antenne vorsehen zu können. Ebenfalls fehlt mir eine Anzeige des Modulationsgrades. Dieses muss aktuell selber aufgebaut und mit Hilfe eines Scopes abgeglichen werden. Immerhin ist ja schon ein PIC zur Steuerung drauf (ein AVR wäre mir pers. lieber gewesen), der so etwas sicherlich auch noch leisten und zur Anzeige bringen könnte.


      Zur Endstufe selber kann ich derzeit noch nicht viel sagen. Aufgebaut ist die PA ebenfalls klassisch als Class-A in breitbandiger PushPull- Technik, was Resonanzabgleiche vollkommen überflüssig macht. Allerdings habe ich bis dato vom VK kein Schaltbild erhalten und weis somit auch nicht wirklich, für was die drei montierten Spindeltrimmer gut sein sollen. Die Aussage des VK "... Die Spindeltrimmer sind von mir eingestellt und sie sollten nie verändert werden (bias mosfets)...." sind natürlich mehr als unbefriedigend... Ich werde daher nun dabei gehen, etwas Reengineering betreiben und ein Schaltbild dazu erstellen...
      Gerade eben habe ich das Schaltbild erhalten, aus dem auch ganz klar die Wirkung der Spindeltrimmer hervor geht.
      Ansonsten ist auch die PA etwas "ungeschickt" geroutet und lässt sich so nicht in üblich Voll- ALU- Gehäuse einschieben, da sich ein Teil der Leiterbahnen zu dicht am Rand befinden. Auch lassen sich Treiber und Endstufen nicht wirklich aufrecht montieren...
      Vielleicht raffe ich mich mal auf und mache eine eigene Platine für das Teil, was ja nun an Hand des Schaltbildes deutlich einfacher ist als vorher. Mir schwebt dabei ein möglichst symmetrischer Aufbau vor mit stehend montierten Endstufen... Schauen wir mal...

      Nun gut... Meckern auf hohem Niveau... Schon klar. Man möge das bitte als möglichst konstruktive Kritik verstehen...
      Letztlich würde ich selbst gerne so etwas machen. Von der Hardware und dem Routing sicherlich für mich keine besondere Herausforderung, wohl aber aus Sicht des Prozessors; so was kann ich nicht. Optimal wäre natürlich eine Zusammenarbeit mit dem VK oder einem anderen µC- Entwickler, um mal ein wirklich zu Ende gedachtes System zu bosseln, aber das bleibt wohl ein Wunschtraum...

      Anbei ein paar Bilder beider Geräte, original vom VK. Ich habe mich entschlossen, die hier direkt zu speichern; falls die Anzeigen des VK irgendwann aus dem Netz verschwinden, bleiben die Bilder zumindest hier erhalten. Copyright liegt natürlich bei VK.



      --- Micha
    • ... die ersten Versuche nur mit dem DDS habe ich nunmehr hinter mir. Als Antenne habe ich eine magnetische Loop verwendet, wie sie vielen Receivern als Empfangsantenne für MW beigelegt ist:

      Zwecks Abstimmung hat die Antenne noch einen 500pf- Drehko bekommen, um sie auf Resonanz bringen zu können; letztlich getauscht gegen 150pf- DrehKo, mit dem sich bei ca. 90pf Resonanz bei 1MHz einstellte (Pi * Auge). Angekoppelt habe ich die Loop per 10nf...

      Ergebnis: Sehr schön ;) Voll aufgedreht konnte ich mit einem "Telefunken Partner 200" mein Heimsenderlein noch bis knapp an die Grundstücksgrenze empfangen bei recht starker Richtwirkung der eingebauten Ferrit- Antenne. Ich gehe daher mal davon aus, das sich mit einer ordentlichen (noch zu bauenden) Loop und der PA beachtliche Reichweiten auf Bodenwelle erzielen lassen. Zur Versorgung des Dorfes auf MW sollte es locker reichen (moin BNetzA *DuckUndWech*).
      Ich hatte anfänglich an eine Groundplane 1/4 gedacht, aber das Ding wird bei der Wellenlänge 75m lang... ziemlich unhandlich :rolleyes: Also denke ich mal über eine TwinLoop mit 90° Versatz nach... Mal sehen, ob ich so was gerechnet und angepasst bekomme...

      Zwischenzeitlich ist auch der CZE-7C ChinaKracher hier eingetroffen. Die beiliegende Antenne ist natürlich ein Witz, vor allen Dingen dann, wenn kein ordentliches Gegengewicht vorhanden ist. Ein SWR unter 3:1 ist damit nicht zu machen. Dennoch erreicht das Teil mit direkt angeflanschter Antenne, scheiß SWR und Betrieb aus dem Zimmer heraus beachtliche Reichweiten... Da muss man echt aufpassen...
      Dazu hatte ich gestern im Übrigen den Versuch gemacht, ein schnödes, handelsübliches Ringdipol umzubauen. Also das 75R Balun raus und eine 1/4 Delay dran, um auf etwa 50R zu kommen.


      Klappt leider nicht wirklich gut. Entweder ist dieses Konstrukt so Nahfeld- empfindlich, das es nur im Freien sauber läuft (probiere ich die Tage noch mal), oder ich habe irgendwo trotz mehrfachem Nachrechnen und Nachmessen was übersehen... Und da ich mich darauf nicht ausruhen wollte, habe ich heute mal eine s.g. BigWheel geordert:



      Nun fehlen mir noch ein paar Dämpfungsglieder zur Leistungsminderung, das nicht gleich die BNetzA auf'n Plan steht...
      --- Micha